Flutkatastrophe: Bioläden unter Wasser

Artikel aus BioHandel vom 22.07.2021

 

Nach den Überschwemmungen in NRW und Rheinland-Pfalz stehen viele Menschen vor dem Nichts. Auch Bio-Händler sind betroffen.

 

Aus kleinen Flüssen wurden reißende Ströme. Häuser wurden unterspült, manche sind von den Wassermassen mitgerissen worden. Die Flutkatastrophe der vergangenen Woche hat Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hart getroffen. Viele Menschen stehen vor dem Nichts.

 

So auch Andrea Klingberg. Die Inhaberin der „Grünen Bude“ zeigt auf Facebook, was die Wassermassen mit ihrem nachhaltigen Online-Versandhandel in Erftstadt (NRW) angerichtet haben. „Unser Lager wurde komplett geflutet“, berichtet sie. Selbst Ware, die noch eine Etage höher gebracht werden konnte, musste zum größten Teil vernichtet werden, da auch dort das Wasser stand.

„Ob es mit der Grünen Bude weitergeht, kann ich noch nicht sagen“, sagt Klingberg. Aufgrund von Corona habe der Shop bereits mit Umsatzeinbußen zu kämpfen gehabt. „Das hat uns jetzt den Rest gegeben.“

Vom Hochwasser verwüstet: das Lager der „Grünen Bude“ in Erftstadt.

Spenden: Grüne Bude

IBAN: DE40430609674110672500
Verwendungszweck: „Spende Überschwemmung“

„Ganz, ganz lieben Dank!“ – Andrea Klingberg

 


 

Das Ladenlokal von „Naturkost Eifel“, dem Bioladen von Alexandra Görgen, ist durch den Hochwasserschaden ebenfalls nicht mehr nutzbar. „Wir sind bereits auf der Suche nach einer alternativen Lokalität“, berichtet sie. Um das Geschäft in Schleiden (NRW) am Laufen zu halten, arbeitet das Team mit Hochdruck an einem Online-Shop. Statt wie vor der Flut in den Laden zu kommen, können Kunden dann von zuhause aus im Sortiment stöbern und bestellen. Naturkost Eifel möchte die Ware selbst bis zur Haustüre liefern.

„Wir freuen uns über jeden, der uns in dieser Situation unterstützen möchte. Sei es durch eine Bestellung, eine finanzielle Spende, Sachspenden oder liebe Worte in dieser schweren Zeit“, sagt Görgen.

 

Nicht mehr nutzbar: das geflutete Ladenlokal von „Naturkost Eifel“.

Spenden: Naturkost Eifel

IBAN: DE 37 3905 0000 1073 3218 93
Verwendungszweck: „Spende zum Wiederaufbau“

Für Sachspenden in Form von Kühlschränken, sonstigen Kühlgeräten, Verkaufstheken, Bürogegenständen oder sonstigen Hilfsangeboten: E-Mail an info@naturkost-eifel.de

 


 

Susanne Timmerbeil, die einen Bioladen in Wehringhausen (NRW) betreibt, wendet sich auf ihrer Webseite an ihre Lieferservice-Kunden. Dank ihnen und der großen Solidarität in Wehringhausen „werden wir einigermaßen unbeschadet aus diesem Unwetter und dessen Folgen hervorkommen“, heißt es dort. Und: „Unsere Gedanken sind bei denen, die nicht so viel Glück hatten wie wir!“

BNN bietet Hilfe an

Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) bietet seinen Mitgliedern unter einer Krisentelefonnummer ein offenes Ohr und Hilfe beim Lösen von Problemen, die mit der Flut zusammenhängen. Zudem ruft der BNN seine Mitglieder zur Spende an die „Aktion Deutschland Hilft“ auf, die der Verband laut eigenen Angaben auch selbst unterstützt. „Wer die von dieser Katastrophe Betroffenen direkt unterstützen möchte, kann das natürlich persönlich im Netzwerk tun“, teilt Pressesprecher Hans Kaufmann weiter mit.

 

Spenden: „Aktion Deutschland Hilft“

Die großen Hilfsorganisationen Deutschlands haben ein zentrales Spendenkonto eingerichtet:

Stichwort: „Hochwasser Deutschland“

IBAN:
DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)

Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk höher)

Charity SMS: SMS mit ADH10 an die 8 11 90 senden

 

 

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