Projekt Inno-Hasel

Im Rahmen des Projektes „Inno-Hasel Thüringen“ wird untersucht, inwieweit in Thüringen erfolgreich Haselnüsse produziert werden können. Der innovative Ansatz besteht in der Erziehung der Gehölze in Baumform„Spindel“. In den Testanlagen werden die vom Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum empfohlenen Sorten, wurzelecht bzw. veredelt, untersucht.

 

 

Ziele und Durchführung

 

Regionale Produkte haben bei Verbraucher*innen einen hohen Stellenwert. Obwohl die Nachfrage nach thüringischen Haselnüssen auch für die Verarbeitung besteht, fehlt bisher der Anbau. Für eine erfolgreiche Ansiedlung der Produktion müssen die unterschiedlichen Standortverhältnisse getestet werden. Die Gehölze für die Pflanzungen werden in einer Thüringer Baumschule angezogen. Hier werden erste Erfahrungen bei der Gehölzanzucht und besonders der Veredelung gesammelt. Angelehnt an aktuelle Erkenntnisse aus dem Süßkirschenanbau, werden die Gehölze zur Spindel geformt. Diese Baumform ermöglicht einen maschinellen Schnitt und engere Bestandesdichten. Ertragsbeginn und Ertragsfähigkeit werden unter Praxisbedingungen bei den Partner*innen untersucht. Aufgrund der geringen Niederschläge in Teilen Thüringens, werden die Anlagen bei Bedarf mit Bewässerungstechnik ausgestattet.

 

Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Vermeidung von Krankheiten und Schädlingen, wie z. B. dem Hasel-nussbohrer. Die geernteten Nüsse werden auf die für menschliche Ernährung relevanten Inhaltsstoffe geprüft (Gesamtfettgehalt, Fettsäurequalitäten, Gesamtprotein, Kohlenhydrate, Vitamin-E-Gehalt). Untersucht werden dabei auch Unterschiede bezüglich der Standortverhältnisse, Sorten und Veredelungsformen. Insgesamt werden auf vier verschiedenen Standorten Haselnüsse angepflanzt. Die Gesamtfläche beträgt 5 ha mit 2800 Bäumen. Zwei der vier Standorte sind bio-zertifiziert. Damit bietet sich die Möglichkeit Unterschiede in den Bereichen Düngung und Pflanzenschutz zwischen konventioneller und ökologischer Produktion zu untersuchen.

 

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Zeichnung von Monika Möhler

 

Gefördert durch die Thüringer Aufbaubank nach den Förderrichtlinie „Förderung der Zusammenarbeit in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft in Thüringen“ (LFE).