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LFE – Förderung der Zusammenarbeit in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft in Thüringen

Bio-Branchen-Treffen

Stark durch Austausch und Vernetzung!

Bio-Branchen-Treffen am 26.10.2015 im Deutschen Gartenbaumuseum in Erfurt.

Das Bio-Branchen-Treffen bietet Erzeugern, Verarbeitern und Vermarktern der Lebensmittelwirtschaft Mitteldeutschlands eine Plattform um über aktuelle Herausforderungen und Probleme des Bio-Marktes zu diskutieren und neue Partnerschaften zu etablieren.  Seit 2008 findet dieses Treffen auf Initiative der Ministerien, der Bauernverbände und der Verbände der Bundesländer Sachsen Sachsen-Anhalt und Thüringen statt. Sehr positiv ist zu bewerten, dass  die Bundesländer Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt ein solches länderübergreifendes Projekt finanzieren. Dies sollte auch in Zukunft beibehalten werden. Für Thüringen war der Thüringer Ökoherz e. V. Ausrichter des 2., 5. und 8. Mitteldeutschen Biobranchentreffens.

Der Biomarkt wächst mit ungebremster Geschwindigkeit weiter und immer mehr
Unternehmen steigen in den Markt ein. Die Bedeutung des ökologischen Landbaus als Wirtschaftsfaktor ist stark gestiegen. Allerdings reicht die regionale Erzeugung und Verarbeitung nicht aus um dem dynamischen Marktgeschehen zu folgen. Dabei sollten die Chancen der stetig steigenden Nachfrage nach ökologisch erzeugten Produkten auch von landwirtschaftlichen Betrieben der

Bio-Branchen-Treffen am 26.10.2015 im Deutschen Gartenbaumuseum in Erfurt

Region genutzt werden. Denn gerade Regionalität ist ein wichtiges Argument beim Kauf von Bioprodukten, da es für Transparenz, kurze Transportwege und damit für Frische steht. Die Vermittlung von Erfahrungen im ökologischen Landbau  und der Dialog der ganzen Branche entlang der Wertschöpfungskette soll dazu beitragen, dass heimische Landwirte, Verarbeiter und Vermarkter die langfristigen Marktchancen besser nutzen können. Im Rahmen von Vorträgen und Austauschzeiten kommt die Branche miteinander ins Gespräch und das mitteldeutsche Netzwerk wird gestärkt und wichtige Strukturen werden unterstützt.

Die wichtigste Zielsetzung des BioBranchenTreffens war und ist es eine Plattform für Erzeuger, Verarbeiter, Händler sowie Menschen aus Politik und Verwaltung in Mitteldeutschland für fruchtbare Kooperationen, gemeinsame Vermarktungsaktivitäten und zur Bündelung von  Marketingaktivitäten zu sein um die Wertschöpfung innerhalb der mitteldeutschen Bundesländer zu erhöhen.

Weiterbildung in der Außer-Haus-Verpflegung

Bio kann jeder – nachhaltig essen in Kita und Schule

So lautet das Motto der bundesweiten Kampagne für mehr Bioprodukte und nachhaltige Ernährung in der Außer-Haus-Verpflegung von Kindern und Jugendlichen. Ziel des Aktionsprogramms ist es, die Verantwortlichen in den Kantinen von Schulen und Kindertagesstätten (Kita) sowie Erzieher*innen, Lehrer*innen und Eltern auf den Wert einer gesunden, kindgerechten Ernährung aufmerksam zu machen.

Die Kampagne „Bio kann jeder!“ wird vom Thüringer Ökoherz e.V. seit 2004 in Thüringen  umgesetzt sowie seit 2016 in den neuen Bundesländern koordiniert.

Die Teilnehmer*innen erhalten bei den Workshops Tipps, wie sie mit saisonalen, regionalen und frischen Produkten in Bio-Qualität gesunde und kindgerechte Speisen für ihre Schützlinge zubereiten können. Schon im Kindergartenalter wird der Grundstein für das spätere Essverhalten gelegt. Daher ist es wichtig, bereits den Kleinsten Lust auf gesunde Speisen zu machen. Die steigende Zahl übergewichtiger Kinder und Jugendlicher in Deutschland macht die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung deutlich.

In den Workshops werden Ihnen Ideen und Möglichkeiten an die Hand gegeben, um dem Ziel einer ausgewogenen und nachhaltigen Ernährung in Kita und Schule näher zu kommen. Veranstaltungsorte können beispielsweise Einrichtungen, Bio-Bauernhöfe oder Bio-Verarbeiter sein.

 

Hier eine Auswahl von den Inhalten der Workshops:

– Information zur Einführung von biologischen, regionalen, saisonalen und nachhaltigen Produkten in die Kita-Küche, Mensa oder am Schulkiosk
– Bezugsquellen von Bio-Produkten
– Kalkulation und Speiseplanung
– Praxisbeispiele
– DGE-Qualitätsstandards der Kita- und Schulverpflegung
– Ernährungsbildung
– Kochpraxis
– Exkursionen zu Bio-Verarbeitern oder auf den Bio-Bauernhof

 

Art/ Dauer:

Je Workshop ca. 4 Stunden

Zielgruppe:

Caterer, Küchenverantwortliche, Erzieher*innen und Lehrer*innen in Kindertagesstätten und Schulen, Eltern, Tageseltern, kommunale Träger, Bio-Lieferanten und weitere Interessierte

Kosten:

Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos

Veranstalter:

Thüringer Ökoherz e.V.
Schlachthofstraße 8-10
99423 Weimar

Ansprechpartner:

Sara Flügel (s.fluegel@oekoherz.de)
Franziska Galander (f.galander@oekoherz.de)
Tel.: 03643 / 49 64 08

Anmerkung:

Eine Anmeldung ist erforderlich und erfolgt über die Projektverantwortliche Sara Flügel, die auch gern für Rückfragen zur Verfügung steht.

Weitere Informationen zur Kampagne „Bio kann jeder – nachhaltig essen in Kita und Schule“, Erfolgsgeschichten von Umsteigerbetrieben sowie Termine sind im Internet unter www.oekolandbau.de und www.biokannjeder.de abrufbar. Hier finden Interessierte nicht nur aktuelle Workshop-Termine in ihrer Nähe, sondern auch regionale Ansprechpartner zur Initiierung weiterer Workshops.

Förderer:

Das Projekt „Bio kann jeder – nachhaltig essen in Kita und Schule“ wird gefördert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft.

Thüringer Bio-Weidefleisch für den lokalen Biomarkt

Möglichkeiten und Chancen hofnaher Schlachtung für Tiere aus ökologischer Weidehaltung

Thüringer Fleisch- und Wurstwaren haben eine lange Tradition und einen hervorragenden Ruf. In Bio-Qualität allerdings sind sie Mangelware – und das, obwohl es auf ertragsschwächeren Grünlandstandorten in Thüringen nicht wenige Bio-Betriebe mit Mutterkuhhaltung gibt.

Grund dafür ist der drastische Rückgang geeigneter Schlachtstätten in der Region, besonders kleine handwerkliche Fleischereien stellen ihre Produktion auf Grund der hohen bürokratischen und hygienischen Anforderungen zunehmend ein.

Jedoch endet artgerechte Tierhaltung für viele Landwirt*innen nicht beim Verladen zum Schlachthof. Tierhalter*innen suchen nach Möglichkeiten ihre Tiere würdevoll zu schlachten, ohne Stress beim Verladen, Transport und auf großen Schlachthöfen.

Vor diesem Hintergrund führt der Thüringer Ökoherz e.V. seit Oktober 2016 ein zweijähriges LFE-Projekt zur Förderung der Produktion von Thüringer Bio-Weidefleisch für den lokalen Biomarkt durch. Projektpartner aus Erzeugung, Verarbeitung und Naturkostfachhandel sowie des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL), für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) und für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF).

Durch Erhalt bzw. Reaktivierung bestehender Schlachtstätten und den Einsatz mobiler Schlachtsysteme soll die hofnahe Schlachtung auf den Haltungsbetrieben wieder möglich werden.

In den vergangenen Monaten konnten die Interessen der Landwirt*innen, Schlachter*innen und des Handels in Vernetzungsgesprächen zusammengeführt werden. Die komplexe Rechtslage zum Weideschuss und der hofnahen Schlachtung wurde geprüft. Geeignete Schlachttechniken wurden verglichen und die Anforderungen zur EU-Zulassung geprüft. Eine Befragung Thüringer Biobetriebe mit Rinderhaltung zur hofnahen Schlachtung, sowie erste Analysen zur Marktsituation und Zielgruppen in der Vermarktung erfolgten. Nun gilt es, Marketingstrategien für Bio-Weidefleisch zu entwickeln, mögliche Produktgruppen und stabile Absatzwege zu erarbeiten und weiterführende Gespräche mit interessierten Landwirt*innen und Schlachter*innen zu führen.

Pressefahrt mit der Landwirtschaftsministerin Birgit Keller 25.09.2017
Pressefahrt mit der Landwirtschaftsministerin Birgit Keller 25.09.2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Projekt Inno-Hasel

GeNUSSvoll mit Haselnuss aus Thüringen!

Das Projekt Inno-Hasel beschäftigt sich mit dem Aufbau von Haselnussanlagen mit innovativem Anbausystem zur zukünftigen Prüfung des Anbausystems und Testung geeigneter Haselnusssorten für Thüringen und der baumschulerische Bewertung der Pflanzgutanzucht bei Veredlungen.

 

Ziel des Vorhabens ist:

  • eine Vernetzung der Partner aus Praxis, der angewandten Forschung und Beratung mit dem Ziel der Sammlung und des Austausches von Wissen zu Anbau, Pflege, Ernte, Möglichkeiten der Aufbereitung und Vermarktung und gesundheitlichen Aspekten
  • die Anlage von Haselnuss-Testpflanzungen an verschiedenen Praxisstandorten mit innovativem Anbausystem und verschiedenen Sorten- und Sorten-Unterlagen Kombinationen als Grundlage zukünftiger Bewertungen der Anbauwürdigkeit
  • die Anzucht des Pflanzgutes aus veredeltem Material sowie baumschulerische Bewertung der Entwicklung am Thüringer Standort
  • Bewertung der Möglichkeiten einer In-vitro-Vermehrung bei Haselnuss-Unterlagen
  • eine ernährungsphysiologische Bewertung der Früchte einzelne wurzelechter und veredelter Sorten

Für die Prüfung der innovativen Anbausysteme und die jeweiligen Sorten/Sorten-Unterlagenkombinationen werden je nach Pflanzzeitpunkt und ersten Anfangserträgen betriebswirtschaftliche Daten zur späteren Beurteilung der Ertragsmöglichkeiten und der Wirtschaftlichkeit erhoben. Damit wird die Grundlage für das langfristige Ziel einer möglichen Etablierung einer Nischenproduktion von Haselnüssen in Thüringen zur regionalen Versorgung gelegt.

Die baumschulerische Bewertung des Pflanzgutes und die Eignung der Unterlagen zur In-vitro-Vermehrung ist Grundlage für die zukünftige Bereitstellung von qualitativ hochwertigem Pflanzgut mit niedrigen Produktionskosten.

CLET – Cluster Land- und Ernährungswirtschaft Thüringen

Evaluierung und Optimierung der regionalen Rohstoffbereitstellung für die Thüringer Ernährungswirtschaft

Der Trend im Ernährungsbereich geht laut zahlreicher Erhebungen und Prognosen im Bio-Bereich und im Bereich Regionalität nach oben. Die Nachfrage steigt. Der Grund ist das wachsende Umweltbewusstsein bestimmter Bevölkerungsschichten und der damit eingeforderte Nachweis nachhaltiger Produktion von Lebensmitteln und das Bedürfnis die Region zu stärken.

Dem gegenüber steht die Realität in Thüringen:  Regionale  konventionelle und biologische Produkte werden noch nicht entsprechend der Nachfrage verarbeitet. Aus der Darstellung der Status quo werden bisherige Defizite, aber vor allem die Chancen einer intensiven Kooperation von Land- und Ernährungswirtschaft deutlich. Im Rahmen des Projektes CLET – Cluster Land- und Ernährungswirtschaft Thüringen sollen die bestehenden Probleme einer Lösung zugeführt und die Potentiale für neue Wertschöpfungsketten umgesetzt werden. Projektträger ist das THERN – Thüringer Ernährungsnetzwerk, der Thüringer Ökoherz e. V. wird sich mit dem Bereich der Bio-Rohstoffe beschäftigen. Ziel ist eine deutliche Erhöhung des Anteils an verarbeiteten Produkten mit dem Label Thüringer Qualitätszeichen im hiesigen Lebensmitteleinzelhandel. Projektbeginn ist im Mai 2018.

Gruppenzertifizierung Thüringer Biokräuter

Aufbau einer Gruppenzertifizierung Bio und Vermarktung für kleine Erzeuger am Beispiel Kräuter-, Färbe- und Gewürzpflanzen

Um interessierten Mitgliedern des Thüringer Kräuternetzwerkes sowie weiteren Kräutererzeugern und -verarbeitern in Thüringen die Umstellung auf biologischen Landbau zu erleichtern und sie so strategisch besser auf dem Markt zu positionieren, wurde 2016 das zweijährige Projekt „Aufbau einer Gruppenzertifizierung Bio und Vermarktung für kleine Erzeuger am Beispiel Kräuter-, Färbe- und Gewürzpflanzen“ ins Leben gerufen.

 

Zwölf Partner*innen aus den Bereichen berufsständische Vertretung, Landwirtschaft, Vermarktung, Beratung und Wissenschaft sind hier aktiv eingebunden. 2017 wurden erfolgreich weitreichende Vernetzungsarbeit in der Thüringer Kräuterbranche betrieben und die Rahmenbedingungen und Grenzen für eine Gruppenzertifizierung erfasst. Da es Leitlinien hierfür bisher weder auf Landes- noch Bundes- noch EU-Ebene gibt, wurden diese in einer Broschüre zur Gruppenzertifizierung kleiner Betriebe in Thüringen festgehalten. Branchensegmentsübergreifend angelegt kann sie nicht nur im Kräuteranbau, sondern auch in allen anderen Bereichen der Öko-Landwirtschaft und -Verarbeitung als Leitfaden für kleine Betriebe dienen. Die Broschüre soll im Frühjahr 2018 fertig gestellt werden.

 

Nächste Projektschritte sind die Vorbereitung und Implementierung der Gruppenzertifizierung für kleine Kräuterbetriebe in Thüringen. Es soll ein Steuerungsgremium für die Gruppenzertifizierung ins Leben gerufen werden, welches u.a. das interne Kontrollsystem festlegt. Außerdem wird ein Qualitätsleitfaden für die Gruppenmitglieder erstellt.

 

Das Projekt wird gefördert durch die Thüringer Aufbaubank.

 

 

Thüringer Obst- und Gemüsekooperation

Mehr Bio-Obst und –Gemüse aus Thüringen!

Im Projekt Ausbau regionaler Wertschöpfungsketten für Bio-Obst und -Gemüse arbeitet der Thüringer Ökoherz e.V. mit seinen Kooperationspartnern (Naturkost Erfurt, Landmarkt Erfurt, EVG Weimar, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V., Biohof Scharf, Lehr- und Versuchsanstalt Gartenbau Erfurt) daran, die Thüringer Bio-Branche besser zu vernetzen, die Logistik– und Vermarktungsstrukturen auszubauen, Marketingstrategien zu entwickeln und so den regionalen Bio-Markt zu stärken.

Im ersten Projektjahr 2016 wurde eine Analyse der Situation im Obst-und Gemüsebereich durchgeführt. Demnach produzieren in Thüringen 46 Betriebe in unterschiedlichen Größenordnungen Obst und/oder Gemüse für den Handel, die direkte Vermarktung ohne Zwischenhändler oder die Verarbeitung. Letztere findet allerdings meist außerhalb von Thüringen statt, oder es werden Rohstoffe von außerhalb thüringens verarbeitet. Außerdem fanden 2016 und 2017 Vernetzungstreffen und Gespräche entlang der Wertschöpfungsketten statt, die unterschiedliche Akteur*innen zusammenführten und in deren Rahmen weitere produktspezifischere Projekte vorbereitet wurden.  Auch im zweiten Projektjahr spielte die Vernetzung eine wichtige Rolle. Ein weiteres wichtiges Thema war und ist die Erarbeitung eines Marketingkonzeptes für den Naturkostfachhandel. Da das Thema Marketing noch nicht abschließend bearbeitet ist, wird das Projekt in die Verlängerung gehen.

 

kleine Feldsalat Jungpflanzen
frisch geernteter Feldsalat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Soziale Landwirtschaft in der Hochschulbildung

For further information in english – please click here

 

Vom Hörsaal auf den Acker  – Wie Hochschulen ihre Studierenden auf die Arbeit in der Sozialen Landwirtschaft vorbereiten können  

Keine eierlegenden Wollmilchsäue, aber zumindest Fachkräfte, mit einem breiten, Disziplinen übergreifendem Wissen – dies sind Menschen, welche Soziale Landwirtschaften aufbauen, betreiben oder begleiten möchten. So muss Wissen aus landwirtschaftlichen, sozialpädagogischen, betriebswirtschaftlichen und anderen Fachrichtungen miteinander kombiniert werden, um Soziale Landwirtschaftsbetriebe erfolgreich führen zu können.

Treffen der Projektpartner auf dem Ökohof Kuhhorst in Brandenburg

Doch wie schaffen es Hochschulen ihre Studierenden auf diese anspruchsvolle Tätigkeit vorzubereiten? Wie können Fakultäten unterschiedlicher Fachrichtungen der Interdisziplinarität der Sozialen Landwirtschaft gerecht werden?

Zur Beantwortung dieser Fragen koordiniert der Thüringer Ökoherz e.V. seit dem Herbst 2017 ein neues Projekt zur Hochschulbildung für die Soziale Landwirtschaft. Obwohl die Nachfrage nach Bildungsangeboten europaweit steigt, gibt es nur wenige Hochschulen, die Studierenden der Landwirtschaft, Sozialpädagogik oder Psychologie auf die speziellen Anforderungen der Sozialen Landwirtschaft vorbereiten können. Dabei benötigen Höfe, die Soziale Landwirtschaftsprojekte realisieren möchten, ein spezielles Wissen. So müssen Landwirt*innen über bestimmte sozialpädagogische Grundkenntnisse verfügen, wenn sie mit suchtkranken oder geistig behinderten Menschen arbeiten möchten. Für die Arbeit in einem landwirtschaftlichen Setting, in der tier- oder gartengestützten Therapie benötigen Sozialpädagog*innen ebenso spezifische Fähigkeiten.

Das Projekt „Social Farming in Higher Education“ (SoFarEDU) knüpft hier an. Gemeinsam mit Hochschulen aus verschiedenen europäischen Ländern werden Lehrangebote und Lehrmaterialen entwickelt, welche der Interdisziplinarität der Sozialen Landwirtschaft gerecht werden sollen. Der Thüringer Ökoherz e.V. koordiniert das Projekt und steht den beteiligten Hochschulen als Praxispartner zur Seite.

 

Folgende Hochschule sind Teil der strategischen Partnerschaft, welche durch das Erasmus+ Programm der Europäischen Union gefördert wird:

 

 

Rekuk – Nachhaltiges Wirtschaften in der Außer-Haus-Versorgung

Was haben wir geschafft und wie geht es weiter?

 

Die Arbeit hat sich gelohnt, denn entstanden sind umfangreiche Lehrmaterialen zu Themen der nachhaltigen Außer-Haus-Verpflegung in den Bereichen Lebensmittelverwendung, Speiseplangestaltung, Energie- und Abfallmangement in der Großküche sowie im Bereich Marketing und Kommunikation.

Im März 2018 testeten wir in Leipzig erfolgreich unsere Weiterbildungsreihe. Der Thüringer Ökoherz e.V. ist somit der erste Anbieter in Thüringen, der Seminare zu den Themen in diesem Umfang angeboten hat. Küchenleiter*innen aus ganz Deutschland haben teilgenommen. Besonders freut uns, dass auch Thüringer, darunter der Mühlhauser Kita-Caterer „Puschkinhaus“ sowie das Ökumenische Hainich Klinikum, das Angebot nutzten. Wir blicken zurück auf drei sehr intensive Weiterbildungstage. In den Diskussionen kam klar zum Vorschein, in welch unterschiedlichen Stadien sich die Küchen in Hinblick auf die Schwerpunktthematiken befinden. Manch einer hat die Seminarreihe als Chance gesehen, sich zum ersten Mal mit dem Thema der Nachhaltigkeit in der eigenen Großküche zu beschäftigen. Die Auswertung zeigte ganz klar, dass alle Teilnehmenden sehr zufrieden und mit neuem Ansporn aus der Veranstaltungsreihe hinausgegangen sind und diese jederzeit weiterempfehlen würden.

Natürlich wollen wir diese positive Energie nutzen und an den Themen auch in unseren nächsten Projekten weiterarbeiten. Gemeinsam mit der Vernetzungsstelle Schulverpflegung und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sind wir aktuell dabei, Weiterbildungsangebote insbesondere für Köche und Köchinnen und Küchenleiter*innen unserer Thüringer Schulkantinen zu entwickeln. Sollten Sie an weiteren Informationen zu diesen Projektplänen interessiert sein, kontaktieren Sie uns gern.

Das Thema nachhaltige Außer-Haus-Verpflegung ist und bleibt sehr aktuell und gerade in Thüringen ist in diesem Bereich noch viel Potential unausgeschöpft. Sicher ist noch viel zu tun, um ein gutes Netzwerk von Experten und Expertinnen und Stakeholdern aufzubauen. Auch sehen wir die Notwendigkeit, daran zu arbeiten, dass eine nachhaltige Außer-Haus-Verpflegung auch von Länderebene aus noch mehr vorangetrieben wird. Nur im Miteinander kommen wir weiter! Daher scheuen Sie sich nicht, diesen Newsletter und weitere Informationen an Ihre Kontakte weiterzuleiten. Über alle Details zum Projekt und den Inhalten der Schulungsmaterialien informieren wir Sie gern persönlich, auch sind wir bereit, die entwickelte Weiterbildungsreihe für Unternehmen der Gemeinschaftsverpflegung anzubieten, hierzu besprechen wir gerne individuell mit Ihnen die Details. Bei Interesse oder weiteren Fragen kontaktieren Sie uns einfach per E-Mail: f.galander@oekoherz.de oder telefonisch: 03643 496408