Soziale Landwirtschaft in der Hochschulbildung

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Vom Hörsaal auf den Acker  – Wie Hochschulen ihre Studierenden auf die Arbeit in der Sozialen Landwirtschaft vorbereiten können  

Keine eierlegenden Wollmilchsäue, aber zumindest Fachkräfte, mit einem breiten, Disziplinen übergreifendem Wissen – dies sind Menschen, welche Soziale Landwirtschaften aufbauen, betreiben oder begleiten möchten. So muss Wissen aus landwirtschaftlichen, sozialpädagogischen, betriebswirtschaftlichen und anderen Fachrichtungen miteinander kombiniert werden, um Soziale Landwirtschaftsbetriebe erfolgreich führen zu können.

Treffen der Projektpartner auf dem Ökohof Kuhhorst in Brandenburg

Doch wie schaffen es Hochschulen ihre Studierenden auf diese anspruchsvolle Tätigkeit vorzubereiten? Wie können Fakultäten unterschiedlicher Fachrichtungen der Interdisziplinarität der Sozialen Landwirtschaft gerecht werden?

Zur Beantwortung dieser Fragen koordiniert der Thüringer Ökoherz e.V. seit dem Herbst 2017 ein neues Projekt zur Hochschulbildung für die Soziale Landwirtschaft. Obwohl die Nachfrage nach Bildungsangeboten europaweit steigt, gibt es nur wenige Hochschulen, die Studierenden der Landwirtschaft, Sozialpädagogik oder Psychologie auf die speziellen Anforderungen der Sozialen Landwirtschaft vorbereiten können. Dabei benötigen Höfe, die Soziale Landwirtschaftsprojekte realisieren möchten, ein spezielles Wissen. So müssen Landwirt*innen über bestimmte sozialpädagogische Grundkenntnisse verfügen, wenn sie mit suchtkranken oder geistig behinderten Menschen arbeiten möchten. Für die Arbeit in einem landwirtschaftlichen Setting, in der tier- oder gartengestützten Therapie benötigen Sozialpädagog*innen ebenso spezifische Fähigkeiten.

Das Projekt „Social Farming in Higher Education“ (SoFarEDU) knüpft hier an. Gemeinsam mit Hochschulen aus verschiedenen europäischen Ländern werden Lehrangebote und Lehrmaterialen entwickelt, welche der Interdisziplinarität der Sozialen Landwirtschaft gerecht werden sollen. Der Thüringer Ökoherz e.V. koordiniert das Projekt und steht den beteiligten Hochschulen als Praxispartner zur Seite.

 

Folgende Hochschule sind Teil der strategischen Partnerschaft, welche durch das Erasmus+ Programm der Europäischen Union gefördert wird: