Berufsbegleitende Fortbildung in der ökologischen Landwirtschaft

2. Durchgang startet im September 2021

Für Landwirt*innen und Quereinsteiger*innen mit Berufserfahrung bieten wir eine eineinhalbjährige, berufsbegleitende Fortbildung in der ökologischen Landwirtschaft mit einem staatlich anerkannten Fortbildungsabschluss an. Insgesamt wird in 15 Modulen vielseitiges Wissen in den Bereichen Betriebswirtschaft, Tierhaltung, Ackerbau, Gartenbau, Vermarktung und Klimaschutz vermittelt. Die Teilnahme ermöglicht, sich das Fachwissen für die Arbeit in der ökologischen Landwirtschaft anzueignen und Erfahrungen mit Berufskolleg*innen auszutauschen. Nach der erfolgreichen Pilot-Durchführung geht das Angebot ab September 2021 zum zweiten Mal an den Start.

                   

Staatlich anerkannter Fortbildungsabschluss „Geprüfte*r Berufsspezialist*in für ökologischen Landbau“


Fortbildungsdauer

Die berufsbegleitende Fortbildung dauert etwa 18 Monate und startet im September 2021. Bis Anfang 2023 findet monatlich ein Modul statt. Die insgesamt 15 Module finden 3 bzw. 4 tägig von Mittwoch/Donnerstag bis Samstag an verschiedenen Orten in und um Thüringen statt.

Modulübersicht 1. Quartal, 2. Durchgang 2021 – 2023, Stand Mai 2021


Zulassungsvoraussetzungen

Am Ende der Fortbildung besteht für Sie die Möglichkeit, sich zur staatlichen Fortbildungsprüfung anzumelden, um den anerkannten Fortbildungsabschluss „Geprüfte*r Berufsspezialist*in für ökologischen Landbau“ zu erwerben. Der Abschluss entspricht dem Niveau der Stufe 5 des Deutschen Qualifikationsrahmens.

 

Eine Teilnahme ohne Anstreben der Fortbildungsprüfung ist ebenso möglich, so dass die Fortbildung lediglich mit einem Teilnahmezertifikat beendet werden kann.

 

Für die Zulassung zur Prüfung brauchen die Teilnehmenden entsprechende Nachweise über Berufsbildungsabschlüsse und Arbeitserfahrungen in der Landwirtschaft. Folgende Zulassungskriterien für die Teilnahme am Prüfungsverfahren sind zu erbringen (Fortbildungsprüfungsregelung, ThürStAnz Nr. 31/2019 §2):

 

  • eine Ausbildung zum Landwirt, Tierwirt oder Gärtner und anschließend ½ Jahr Berufserfahrung in einem der genannten Berufe oder
  • eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anderen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf und anschließend 1 Jahr Berufserfahrung in landwirtschaftlichen Betrieben oder
  • eine mindestens 3-jährige Berufserfahrung in landwirtschaftlichen Betrieben

Abweichend können Sie zur Prüfung zugelassen werden, wenn Sie durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft machen, dass Sie Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen erworben haben, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigen.


Fortbildungsprüfung

Die Teilnehmenden können sich im Anschluss an die Fortbildung zur Fortbildungsprüfung anmelden. Diese besteht aus drei Prüfungsteilen:

 

  • Verfahren des Pflanzenbaus und der Tierhaltung
  • Der ökologische Betrieb
  • Vermarkten von ökologischen Produkten und Kundenberatung

Für die Zulassung zur Prüfung müssen die Teilnehmenden bei mindestens 80% Fortbildungszeit von 405 Stunden anwesend gewesen sein.


Referent*innen

Die Module werden durch renommierte  Referent*innen aus der ökologischen Branche geleitet, um die Inhalte des staatlichen Rahmenlehrplans während der Präsenzmodule anschaulich zu vermitteln.


Praxis

Geeignete Lehrinhalte werden praxisnah am Betrieb in einzelnen Modulen mit praxisbezogenen Übungen vermittelt. Dazu finden die Module jeweils an einem zum Thema passenden Ort in oder um Thüringen herum statt.


Kosten

Die Teilnahmegebühr beträgt 3500,- € zzgl. Verpflegung und Prüfungsgebühren.

Fahrt- und Übernachtungskosten sind selber zu tragen.

 

Es gibt folgende Fördermöglichkeiten:

Anmeldung

Für die Anmeldung sowie für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:


Mia Schoeber
Tel.: 03643 / 88191 40
E-Mail.: fortbildung@oekoherz.de


 

Anhand der Modulübersicht und im Erfahrungsbericht können Sie sich einen Eindruck zum vergangenen Durchlauf der Fortbildung (2019 – 2021) verschaffen.


Das sagen Absolvent*innen aus dem Abschlussjahrgang 2021 rückwirkend zum Kurs:

 

Mandy Meißner, 43:

„Ich arbeite in einem landwirtschaftlichen Unternehmen mit ca. 880 ha und habe eine kaufmännische Ausbildung. Kürzlich hat der Betrieb komplett auf Ökolandbau umgestellt. Ich möchte weiterkommen in und mit der Firma. Durch die Fortbildung kann ich nun vermehrt z.B. in der Anbauplanung, Bestandsbeurteilung oder dem Hühnerstallumbau mitwirken. Ich würde die Ausbildung weiterempfehlen, weil man sie nebenberuflich machen kann. Besonders die Besuche auf den Praxisbetrieben und der Austausch in der heterogenen Gruppe waren sehr spannend. Für mich war es die ideale Fortbildung. Sie eignet sich für motivierte Quereinsteigende, die aber auch bereit sind, sich darüber hinaus Wissen selbstständig anzueignen und für konventionelle Landwirt*innen, um einen neuen Blickwinkel auf die landwirtschaftliche Praxis zu bekommen.“

 

Christian Thiele-Voigt, 41

„Ich arbeite schon seit 10 Jahren mit auf dem Hof meiner Schwiegereltern. Diesen möchte gerne weiterführen und habe mich daher für die Fortbildung entschieden. Ich würde die Ausbildung aufjedenfall weiterempfehlen, da Sie mir als Quereinsteiger viel Wissen durch die gute Kombination aus Theorie und Praxis im Ökolandbau vermittelt hat. Durch die Fortbildung habe ich zudem Kontakte zu anderen Landwirten bekommen. Dieser Erfahrungsaustausch hat mir ebenfalls sehr viel gebracht.“

 

Susann Becker, 41:

„Mit der Fortbildung habe ich die Chance aus dem konventionellen Handel in den Ökobereich zu wechseln. Ich würde die Fortbildung weiterempfehlen, weil es deutschlandweit die beste Chance ist, sich nebenberuflich auf einem fachlichen Spitzenniveau in der ökologischen Landwirtschaft weiter zu entwickeln. Ich empfehle die Fortbildung allen, die im vor- und nachgelagerten ökologischen Bereich arbeiten möchten. Sie ist auch ideal für konventionelle Praktiker, die ein Interesse an der ökologischen Landwirtschaft mitbringen, sich damit weiter qualifizieren und der Natur etwas zurückgeben wollen.“


 

Dieses Projekt wird gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

 

 

 

 

 

 

 

Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autor*innen.

 

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