
Mit Bildung Zukunft gestalten
Wir vermitteln Wissen und Kompetenzen im Sinne der Bildung für Nachhaltige Entwicklung zu ökologischem Landbau, Biodiversität, Ernährungsfragen, Umwelt- und Klimaschutz sowie globalen Zusammenhängen an Kinder, Jugendliche und Erwachsene im formalen und non-formalen Kontext.
So schaffen wir – im Sinne aller Thüringer*innen – die Voraussetzung für eine gesunde Lebensgrundlage und eine umweltbewusste, entscheidungskompetente Gesellschaft. Der Vision „Bio für ganz Thüringen“ kommen wir so jeden Tag ein Stück näher.
Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)

Der Begriff BNE ist eng verknüpft mit den Sustainable Development Goals, den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Ziel einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist es, Werte und Kompetenzen zu vermitteln, um Menschen aller Altersklassen zu eigenständigem und vorausschauendem Denken und Handeln zu befähigen. Um eine nachhaltige und lebenswerte Welt für diese und künftige Generationen aktiv und verantwortungsvoll mitzugestalten zu können, ist es unumgänglich, das eigene Handeln zu reflektieren, Perspektiven zu wechseln und ein Bewusstsein für gesellschaftliche Prozesse zu schaffen.
Der Thüringer Ökoherz e.V. setzt sich in all seinen Bildungsangeboten aktiv für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft ein und berücksichtigt dabei verschiedene Ziele im Sinne der SDG’s. Um diese Bemühungen auf eine neue Qualitätsebene zu heben, hat der Verein sich im Herbst 2022 in einen Qualifizierungsprozess für das „Thüringer Qualitätssiegel BNE“ begeben, der vom Nachhaltigkeitszentrum (Zukunftsfähiges Thüringen e.V.) begleitet und unterstützt wurde. Dieser Prozess wurde im Dezember 2023 – nach einem Jahr – mit der feierlichen Übergabe des Siegels durch den Umweltminister Bernhard Stengele erfolgreich abgeschlossen.
Weitere Elemte der Bildungsarbeit des Thüringer Ökoherz e.V.
Der Thüringer Ökoherz e.V. arbeitet seit seiner Gründung 1991 gemeinnützig, demokratisch und überparteilich. Dabei ist das übergeordnete Ziel eine enkeltaugliche Landwirtschaft, die sowohl sozial als auch wirtschaftlich und ökologisch nachhaltig gestaltet sein soll.
Dieses Ziel verfolgen wir in der Vereinsarbeit im Rahmen von Bildungsangeboten in formalen und non-formalen Kontexten: in Kindergärten, Schulen, an Hochschulen, auf Messen, Konferenzen und im öffentlichen Raum. Schwerpunkte dieser Angebote sind die Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten, die globale und gesunde Ernährung, die Erzeugung von Lebensmitteln, die Haltungsbedingungen von Nutztieren, der Erhalt der Biodiversität und die Arbeit in der Landwirtschaft. Innerhalb dieser Punkte wird das Spannungsfeld der Dimensionen von Nachhaltigkeit sichtbar sowie kontrovers und differenziert diskutiert.
Weiterhin verfolgen wir das Ziel der enkeltauglichen Landwirtschaft durch Vernetzung mit Politiker*innen, Vertreter*innen der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette, Verbänden, Vereinen und Bildungsanbieter*innen auf Augenhöhe. Wir wollen die regionale Landwirtschaft ökologischer gestalten und mit sozialen Herausforderungen sowie Bildungsaufgaben verbinden. Dazu führen wir Bildungsangebote mit Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen durch. Die verschiedenen Zielgruppen möchten wir befähigen, selbstständig, kritisch und reflektiert ihr Handeln im globalen Kontext ökologisch und sozial verträglich auszurichten. Dies fördern wir durch Teilnehmenden zentrierte und an den Zielgruppen definierte Angebote, die Beteiligung und Teilhabe ermöglichen und leben sollen. Das setzen wir bspw. durch sinnliche Erfahrungen, kognitive Ansprache oder emotionale Reflexion um. Die Notwendigkeit nachhaltiger Entwicklung steht dabei im Vordergrund und Möglichkeiten zum Erreichen dieser werden erarbeitet.
Damit stehen wir an der Seite der Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie von 2018 in allen fünf Schwerpunktfeldern („Bildung und Lebenslanges Lernen“, „Klima, Energie und Nachhaltige Mobilität“; „Nachhaltiger Konsum und Nachhaltiges Wirtschaften“, „Schutz der biologischen Vielfalt“ sowie „Reduzierung von Ungleichheit“), die sich an den 17 Globalen Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 orientieren.

Unser Wirken berührt einen Großteil der 17 Nachhaltigkeitsziele direkt und praktisch sowie andere indirekt. Beispielhaft werden hier genannt: SDG 2 – Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern sowie SDG 12: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen. Diese Ziele werden in der Förderung des Ökolandbaus durch Gremien- und politische Lobbyarbeit, in der Ausbildung von geprüften Berufsspezialist*innen für ökologischen Landbau, in der Ansprache von Verbraucher*innen und Aufklärung dieser und in der Förderung von regionalen Wertschöpfungsketten umgesetzt. Somit ist die Bildung für Nachhaltige Entwicklung nur ein Baustein unseres Handelns.